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Völlig Vergessen

Wow, ich habe schon echt lange nicht mehr geschrieben. Ich habe völlig vergessen, dass dieser Blog existiert.Dann werde ich jetzt mal aktualisieren:Ich bin inzwischen 19 und habe mich seit fast 3 Jahren nicht mehr geritzt. Ich weiß nicht genau, wie ich das geschafft habe, aber es klappt. Nur selten habe ich den Drang es wieder zu tun. Wenn dann wirklich nur in extrem emotionalen Situationen. Als ich das letzte Mal geschrieben habe, war ich auf dem Weg der Besserung. Sowohl körperlich als auch psychsisch.Der Rückschlag kam im März 2016. Ein sehr geschwollenes Knie, Ratlosigkeit der Ärzte und die Begründung: Nachwirkung einer Grippe.Aber es wurde immer schlimmer, ich konnte kaum laufen, nur mit Krücken. Plötzlich wachte ich frühs auf und konnte meine Ellenbogen nicht mehr ausstrecken.Ich hatte extrem starke Schmerzen und die Ärzte meinten diesmal es wäre Borreliose. Ich hatte keine Zecke und die Bluttests waren negativ. Stattdessen:Erhöhte Leukozyten, hoher Anti-CCP und CRP Wert. So ging es weiter zum Rheumatologen. Dann die sofortige Diagnose:Rheuma - Chronische Juvenile seropositive Polyarthritis. 16000er Leukos, Anti CCP verdammt hoch, CRP über 8/9, Rheumafaktor 1:1350 !! und ANA Antikörper im Blut.Deutlicher geht es kaum.Inzwischen hatte ich mein Abitur unter großen Schmerzen und schlechter als mir lieb war bestanden.Also begann die Therapie.Ich musste erst mal 25mg Cortison nehmen und nahm gleich mal 6kg zu. Gleichzeitig bekam ich Methotrexat und musste mir das selbst spritzen.Medikament wirkte nicht, machte eher das Gegenteil.Also abgesetzt und neues Medikament : Humira Half auch nicht, neues Medikament: RoActemra, diesmal als Fertigspritze und nicht wie vorher als Pen, es war der Horror.Und was nun? Medikament wirkt natürlich nicht, nächstes: Enbrelund Antimalariamittel als Tabletten.Diesmal hatte ich wirklich das Gefühl, dass es mir besser geht. Ich war nicht mehr so erschöpft und auch die Schmerzen wurden weniger. Denn Schmerzmittel helfen mir gar nicht. Kein einziges.Und als ich letztes Mal beim Arzt war meinte er, das Medikament (Enbrel) wirkt nicht ausreichend (Antimalariamittel nehme ich weiterhin), neues: Orencia.So und da bin ich nun, in 4 Tagen kommt die 2.Spritze.Wenn dieses Medikament nicht wirkt, muss ich vermutlich ins Krankenhaus, worauf ich echt keine Lust habe.Aber mal sehen.Durch das Rheuma habe ich natürlich einen krassen Rückschlag erlitten. Lange war ich wieder tief in den Depressionen drinnen, auch mit meinem Vater gab es mal wieder Stress (inzwischen habe ich den Kontakt abgebrochen).So langsam fange ich mich wieder, aber es ist eben alle 3 Monate sehr entmutigend, wenn das Medikament wieder nicht hilft.Seit ich so zugenommen hatte und Cortison nehme (inzwischen wenigstens nur noch 2mg) halte ich eine Diät. So habe ich 10kg abgenommen, was mich sehr freut, gerade weil ich keinen Sport machen kann und das so nochmal schwerer ist.Mit meinem Freund bin ich übrigens auch noch zusammen. Im November werden es 4 Jahre. Wir sind ein Herz und eine Seele und ich habe ihm viel zu verdanken, er versucht sein bestes für mich da zu sein, wenn ich einen besonders schlimmen Tag habe.Und mein Hund, den ich seit Februar habe, holt mich immer wieder aus den Depressionen raus. Er ist mein Ein und Alles und ich bin ihm so dankbar, ich hoffe er merkt das.Btw: Ich studiere inzwischen Psychologie, gemäß meinen alten Einträgen, wo ich bereits geschrieben habe, dass ich später anderen Menschen helfen möchte, denen es genauso schlecht geht wie mir!Freunde habe ich in letzter Zeit auch viele verloren. Freunde, die im Nachhinein keine waren. Wenn man immer Schmerzen hat, hat man außerdem auch keine Lust mehr feiern zu gehen oder überhaupt mal was zu machen. Das ist natürlich ungewöhnlich mit 19 und keiner versteht es wirklich. Aber ich habe keine Kraft wegzugehen. Es gibt noch ein paar einzelne, die das verstehen und trotzdem zu mir halten. Wenigstens habe ich so gemerkt, wer wirklich ein wahrer Freund ist.Aber mein allerbester Freund und auch allerbeste Freundin in einem ist mein Freund. Ich kann mit ihm über ALLES reden und das macht mich wirklich glücklich. Ich liebe ihn so sehr, auch wenn ich ihm das wahrscheinlich oft nicht zeige aufgrund der Schmerzen und der daraus resultierenden schlechten Laune. Ich hoffe, er versteht und verzeiht mir das! Immerhin muss er mich ein Leben lang ertragen, mich wird er nicht mehr los, denn er ist die Liebe meines Lebens <3
23.5.17 00:09
 


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